Handlungsoptionen digitale Souveränität
Die Nutzung von kommerziellen Cloud-Angeboten ist auch in der Hochschullandschaft heute weit verbreitet. Neben unbestreitbaren Vorteilen wirft die einseitige Abhängigkeit von Cloud-Anbietern zunehmend Fragen auf im Hinblick auf die digitale Souveränität, Datenschutz sowie politischer und wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Gerade die wirtschaftliche Unabhängigkeit gerät zunehmend unter Druck – insbesondere durch Cloud-First/Cloud-Only-Strategien, Preispolitik und strategische Einschränkungen von Softwareanbietern. Daneben unterliegen Cloud-Anbieter auch Vorgaben, die gerade in Zeiten geo-politischer Instabilität zu einer Gefährdung der Verfügbarkeit von Diensten und einer verminderten Datensouveränität führen können.
Während das Projekt „Digitale Souveränität an bayerischen Hochschulen“ an der Universität Bayreuth die Erfassung und Bewertung bestehender Abhängigkeiten an den bayerischen Hochschulen beabsichtigt, hat dieses Projekt die praktische Evaluation alternativer Open-Source-Produkte mit Schwerpunkt auf cloudbasierten Office- und Kollaborationssuiten zum Ziel. Im Ergebnis sollen Hochschulrechenzentren eine fundierte Entscheidungsgrundlage haben, die es ihnen ermöglicht, auch alternative Produkte zu den gängigen cloudbasierten Anwendungen einzusetzen und damit eine unabhängigere IT-Infrastruktur aufzubauen.
